Ich verdiene mein Geld damit, dass Menschen nicht privat verkaufen – Befangenheit hiermit offengelegt. Aber die folgenden sieben Fehler habe ich nicht erfunden, sondern eingesammelt: bei Wohnungen, die ich nach gescheiterten Privatversuchen übernommen habe. Jeder einzelne hat echte Wiener Verkäufer echtes Geld gekostet. Wer privat verkaufen will: bitte, gern – aber ohne diese sieben.
Die sieben Klassiker: 1. Wunschpreis „zum Probieren" · 2. Handyfotos · 3. Besichtigung für jeden, der anruft · 4. Anbot ohne Finanzierungsnachweis annehmen · 5. Unterlagen erst beim Vertrag suchen · 6. Beim Plaudern die Verhandlungsposition verraten · 7. Ohne Plan B verhandeln. Der teuerste ist Nummer 1 – er kostet regelmäßig mehr als jede Provision.
„Runtergehen kann ich immer noch." Können Sie – aber dann sieht es jeder: Preissenkungen stehen in der Inserats-Historie wie Narben. Die ersten Wochen bringen die meiste Aufmerksamkeit; wer sie mit einem Fantasiepreis verbrennt, verhandelt drei Monate später aus der Defensive und landet oft unter Markt. Die ganze Mechanik →
Das Inserat konkurriert auf derselben Bildschirmseite mit professionell fotografierten Wohnungen. Schlechte Fotos heißen weniger Klicks, weniger Anfragen, weniger Nachfrage – und Nachfrage ist das Einzige, was Preise trägt. Wie der erste Eindruck verkauft →
Zwanzig Termine, davon fünfzehn Nachbarschafts-Tourismus, drei „nur schauen", einer ohne Budget – und einer echt. Ohne Vorqualifizierung am Telefon verschenken Sie Wochenenden und signalisieren nebenbei: Hier hat's niemand eilig. Weniger, bessere Termine wirken begehrlicher und verkaufen schneller.
Das höchste Anbot gewinnt? Nur, wenn die Bank mitspielt. Platzt die Finanzierung nach sechs Wochen, sind die anderen Interessenten längst weg und das Inserat ist „verbrannt". Vor der Annahme gehört die Bonität belegt – Finanzierungszusage, nicht Ehrenwort.
Fehlender Energieausweis, verschollenes Nutzwertgutachten, keine Protokolle – jede Lücke kostet beim Vertrag Wochen, und wartende Käufer werden nervös oder billiger. Die Unterlagen gehören komplett, bevor das Inserat online geht. Die Checkliste →
„Wir haben schon was Neues gekauft, im September übersiedeln wir." Ein netter Small-Talk-Satz – und der Käufer weiß jetzt: Zeitdruck. Ab da verhandelt er anders. Bei Besichtigungen gilt: freundlich sein, Fragen zur Wohnung beantworten, zur eigenen Lebenslage schweigen. Der Wiener plaudert gern – hier kostet's bares Geld.
Wer nur einen Interessenten hat, verhandelt nicht – er bittet. Die stärkste Verhandlungsposition ist gebündelte Nachfrage: mehrere qualifizierte Interessenten im selben Zeitfenster. Das ist kein Glück, sondern Handwerk – Preisstrategie, Vermarktung und Terminführung müssen darauf angelegt sein.
Ob privat oder mit Makler – rechnen Sie es einmal ehrlich durch. Was die „gesparte" Provision tatsächlich kostet, habe ich hier ohne Schönfärberei aufgeschrieben: Privat oder Makler? →
Kostenlose Bewertung anfragenDer zu hohe Startpreis „zum Probieren" – er verbrennt die wertvollste Phase des Inserats und endet oft unter dem realistisch erzielbaren Wert.
Ein geplatzter Kauf kostet Monate und verbrennt das Inserat – die Bonität gehört vor der Annahme belegt.
Mit einem schlechten ja. Ein guter verhindert sie systematisch – das ist im Kern sein Job.
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