Ich bin Berufsfotograf, also ja: befangen. Aber scrollen Sie einmal fünf Minuten durch die Wiener Portale – schiefe Handyfotos, zugezogene Vorhänge, und erstaunlich oft eine offene Klobrille im Titelbild. Diese Inserate verhandeln bereits gegen ihre Eigentümer, bevor der erste Interessent angerufen hat.
Auf den Portalen entscheidet das erste Foto in Sekunden, ob Ihr Inserat geöffnet wird. Professionelle Fotos, ein bemaßter Grundriss und ein Exposé, das Fragen beantwortet statt Adjektive stapelt, bringen mehr qualifizierte Anfragen – und mehr Nachfrage heißt bessere Preise. Video/3D-Rundgang: sinnvoll bei hochwertigen Objekten und Käufern von außerhalb, sonst nettes Extra.
Gute Immobilienfotografie hat zwei Todfeinde: das lieblose Handyfoto und das überzogene Gegenteil – Ultraweitwinkel, der aus 12 m² einen Ballsaal macht. Ersteres kostet Anfragen, letzteres produziert Besichtigungstourismus mit eingebauter Enttäuschung: Der Käufer kommt, vergleicht Foto mit Realität und verhandelt ab diesem Moment gegen Sie. Vertrauen verspielt man nur einmal.
„Lichtdurchflutet", „charmant", „zentral gelegen" – das schreibt jeder, das liest keiner. Ein gutes Exposé beantwortet die Fragen, die ein ernsthafter Käufer ohnehin stellen wird:
Bemaßter Grundriss – nicht die verwaschene Kopie aus 1974. Käufer möblieren im Kopf; ohne Maße geht das nicht.
Die Zahlen: Betriebskosten inklusive Rücklage, Energieausweis-Kennzahlen (was HWB & Co bedeuten →), Baujahr, Heizungsart. Fehlen sie, fragt der Gute nach – und der Beste klickt weiter.
Haus & Gemeinschaft: Zustand des Hauses, letzte Sanierungen, anstehende Beschlüsse. Was Käufer dazu fragen werden →
Der Nebeneffekt eines vollständigen Exposés: Es filtert. Wer nach der Lektüre einen Termin will, ist ein echter Interessent – nicht jemand, der sonntags gern fremde Wohnungen anschaut.
Fotos, Grundriss, Exposé – bei mir Teil der Leistung, nicht Zusatzpaket: Ich fotografiere Ihre Wohnung selbst, als Berufsfotograf. Das Ergebnis sehen Sie, bevor irgendetwas online geht.
Kostenlose Bewertung anfragenEin Rundgang ersetzt die erste Besichtigung – das spart allen Zeit, wenn die Interessenten weit weg sitzen (Auslandskäufer, Anleger) oder das Objekt groß und erklärungsbedürftig ist. Bei der gut fotografierten 65-m²-Wohnung im 15. Bezirk ist er hingegen das Sahnehäubchen, das niemand bestellt hat: nett, aber kaufentscheidend ist er nicht. Mein Rat: Erst die Fotos perfekt, dann über Bewegtbild reden – nicht umgekehrt. Wie die Vermarktung in den Gesamtablauf passt: Der Ablauf Schritt für Schritt →
Sie entscheiden in Sekunden, ob Ihr Inserat geöffnet wird – und damit über die Zahl der Anfragen, aus denen später der Preis entsteht.
Bemaßter Grundriss, Betriebskosten inkl. Rücklage, Energiekennzahlen, Zustand von Haus und Wohnung – alles, was ein ernsthafter Käufer ohnehin fragt.
Bei hochwertigen Objekten und Käufern von außerhalb ja – sonst sind perfekte Fotos wichtiger als jedes Bewegtbild.
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