Die Versuchung ist groß: schnell noch das Bad neu, dann bringt die Wohnung sicher mehr. Die Wahrheit ist unbequemer – die meisten großen Investitionen vor dem Verkauf verdienen sich nicht zurück. Die kleinen dafür umso mehr. Hier die Grenze zwischen beiden, mit Zahlen.
Kleine, sichtbare Maßnahmen lohnen sich fast immer: ausmalen, kleine Reparaturen, entrümpeln, gründlich reinigen – wenige tausend Euro Einsatz, spürbar bessere Wirkung und Preise. Große Umbauten lohnen sich fast nie: Küche, Bad oder Böden nach Ihrem Geschmack bezahlt der Käufer nicht, weil er seinen eigenen mitbringt. Die Grenze verläuft bei allem, was Mängel behebt (ja) versus allem, was Geschmack ersetzt (nein).
Der Klassiker mit dem besten Verhältnis von Einsatz zu Wirkung: 2.000–4.000 € für eine Wohnung, und sie wirkt auf Fotos wie in echt eine Klasse gepflegter. Käufer kaufen mit den Augen – und mit der Nase: frisch ausgemalt riecht nach Neuanfang, nicht nach Vorbesitzer.
Tropfender Wasserhahn, klemmende Tür, kaputte Steckdose, der Sprung im Waschbecken. Jeder sichtbare Mangel ist am Verhandlungstisch ein Hebel für den Käufer – und zwar ein überproportionaler: Der 80-€-Wasserhahn kostet Sie dort schnell 5.000 € „Sanierungsbedarf-Abschlag".
Halb so viele Möbel, doppelt so viel Raumgefühl. Persönliches (Fotos, Sammlungen) reduzieren – der Käufer soll sich einziehen sehen, nicht zu Besuch sein.
Als Berufsfotograf sage ich das mit voller Befangenheit – und voller Überzeugung: Licht, Perspektive und ein aufgeräumtes Bild entscheiden, wer überhaupt zur Besichtigung kommt. Die beste Renovierung nützt nichts, wenn das Handyfoto sie verschluckt.
Unsicher, was sich bei Ihrer Wohnung auszahlt? Beim Bewertungstermin gehe ich mit Ihnen durch – als Bewerter und Bauträger sage ich Ihnen, welche Maßnahme welchen Effekt hat.
Kostenlose Bewertung anfragenDie Grenze ist einfacher, als sie aussieht: Mängel beheben: ja. Geschmack ersetzen: nein. Alles, was ein Käufer als Defekt oder Verwahrlosung liest, kostet Sie überproportional. Alles, was nur „anders schön" ist, bezahlt er nicht – er will es ohnehin selbst gestalten.
Die Ausnahme: unsanierte Substanz in gefragter Lage. Ein originaler, unrenovierter Altbau kann gerade wegen seines Zustands attraktiv sein – für Käufer, die komplett selbst gestalten wollen und für „unverbaut" gutes Geld zahlen. Dann wird der Zustand zur Positionierung statt zum Makel. Welcher Weg für Ihre Wohnung stimmt, ist Teil der Preisstrategie – mehr dazu hier →
Kleine, sichtbare Maßnahmen ja – große Umbauten meist nein: Sie verdienen die Kosten selten zurück.
Hell und neutral ausgemalte Räume wirken größer und gepflegter – wenige tausend Euro Einsatz mit deutlich spürbarer Wirkung auf Fotos, Besichtigung und Preis.
Bei leeren oder stark abgewohnten Wohnungen häufig ja; bei gepflegten, bewohnten reicht meist gezielte Vorbereitung plus professionelle Fotografie.
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